Historischer Verein Schrobenhausen – Veröffentlichungen

Vorbemerkung: Der Historische Verein Schrobenhausen hat viele Bücher und Faltblätter veröffentlicht,  die sehr wichtig sind für die Geschichte der Stadt und des Altlandkreises Schrobenhausen. Es wurden hier bereits einige Digitalisate der Veröffentlichungen des Historischen Vereins präsentiert, für die Urheberrechte erloschen sind. Die Liste der Veröffentlichungen wird jetzt (ab Oktober 2023) ergänzt, es werden weitere Digitalisate erstellt und angeboten. Für die Reihe des Historischen Vereins heißt das: wir sind dabei, die Bände 6 bis 10 der Reihe und die Faltblätter zu digitalisieren. Wir bedanken uns dafür ganz herzlich bei Georg Reischl, dem Rechtsnachfolger des Heimatforschers Georg August Reischl, für seine Bereitschaft, die von seinem Vater herausgegebenen und verfassten Bände digitalisieren und hier präsentieren zu dürfen. Auch weitere Einzelveröffentlichungen werden präsentiert, sofern die Urheberrechte erloschen sind. 

Neu eingestellt:

27. 10. 2023: Hitl’sche Medaillen

2. 11. 2023: Band 9 der Veröffentlichungen des Historischen Vereins

3. 11. 2023: Freiheiten und Privilegien

6. 11. 2023: Jahresbericht 1933/35, Lenbach-Festjahr 1936

15. 11. 2023: Das Historische Museum in Schrobenhausen 

13. 12. 2023: Band 7 der Veröffentlichungen – Lebensbilder

13. 12. 2023: Band 8 der Veröffentlichungen – Hohenwarter Klosterchronik

Der Verein hatte sich im Jahr 1901 gegründet mit dem Ziel  – so eine Ankündigung für eine Gründungsversammlung im Schrobenhausener Wochenblatt – der „Erforschung der Geschichte der Stadt und Umgebung“. Dazu kommt die Sammlung von Exponaten für ein neu zu gründendes Heimatmuseum. An  Vereinsabenden wurden Vorträge gehalten, die oft zunächst im Schrobenhausener Wochenblatt veröffentlicht werden.

Zwischen 1906 und 1936 publizierte der Historische Verein Schrobenhausen eine Reihe mit insgesamt 10 Bänden und zwei Faltblättern, die ebenfalls zu dieser Reihe gezählt werden. Übersicht und Recherchen werden auch dadurch erschwert, dass diese 12 Publikationen unter 5 verschiedenen Reihentiteln erschienen. Federführend für die Publikationen ist zunächst der Benefiziat Michael Thalhofer, seit Mitte der 1920er Jahre der Gewerbelehrer und Heimatforscher Georg August Reischl. Nach dem Zweiten Weltkrieg werden nur noch vereinzelt Publikationen vorgelegt.

Das Stadtarchiv Schrobenhausen besitzt alle Bände im Original. Wir präsentieren zunächst die Bände, bei denen die Urheberrechte erloschen sind. Der Historische Verein begrüßt unser Vorhaben. Die Digitalisate werden zu gegebener Zeit auch den überregionalen Bibliotheken zur Verfügung gestellt, um deren Bestände zu ergänzen.

 

[1.] Vorträge, gehalten im Historischen Verein für Schrobenhausen und Umgebung, Erste Reihe, Schrobenhausen 1906 

Inhalt:

L[udwig] Gröschl: Lebensbild des Oberlehrers Michael Sommer (S. 1-14)

[Rasso] Berkmiller: Was uns die Schrobenhausener Pfarrbücher von 1656 – 1719 alles erzählen (S. 15-28)

M[ichael] Thalhofer. Eine Jubiläums-Erinnerung (S. 29-36) (über Martin Neugschwendner im Spanischen Erbfolgekrieg 1704)

[Michael] Thalhofer. Einige Legenden und Sagen aus dem Bezirk Schrobenhausen (S. 37-70)

[Michael] Thalhofer. Zur Geschichte des Franziskanerklosters in Schrobenhausen 1642-1802 (S. 71-134)

Hier der erste Band der Veröffentlichungen. Download hier.

 

[2.] Vorträge, gehalten im Historischen Verein für Schrobenhausen und Umgebung, Zweite Reihe, Schrobenhausen 1908 

L[udwig] Gröschl: Willibaldus Frisch, w. Bürgermeister in Schrobenhausen (S. 1-20)

Matth[ias] Artinger. Geschichte von Steingriff (S. 21-51) (mit zwei Bildseiten: Illustrationen zu Schloss, Dorf und Wappen der adeligen Besitzer)

Hans Wolpert: Lenbach und seine Beziehungen zur Heimat Schrobenhausen (S. 52-86)

M . S. J. : Das Englische Institut B. M. V. in Schrobenhausen 1856-1906 (S. 87-103)

[Michael] Thalhofer. Aus grauer Vorzeit Tagen (S. 104-132) (Aufsatz über prähistorische Funde und mittelalterliche Quellen und Urkunden)

[Michael] Thalhofer. Aeltere Geschichte der Schule Schrobenhausen (S. 133-151)

Hier der zweite Band der Veröffentlichungen. Download hier.

 

[3.] Vorträge, gehalten im Historischen Verein für Schrobenhausen und Umgebung, Dritte Reihe, Schrobenhausen 1911 

Hans Wolpert: Die Schrobenhausener im Kriege 1870/71 (S. 1-   )  – Im Innenteil Erscheinungsjahr „1910″

Hier der dritte  Band der Veröffentlichungen. Download hier. 

 

[4.] Vorträge, gehalten im Historischen Verein für Schrobenhausen und Umgebung, Vierte Reihe, Schrobenhausen 1921 

Mich[ael] Thalhofer. Von Hohenwart in Oberbayern: dem Klosterberg und Markt (S. 1-254)

Hier der vierte Band der Veröffentlichungen. Download hier. 

 

[5.] Vorträge, gehalten im Historischen Verein für Schrobenhausen und Umgebung, Fünfte Reihe, Schrobenhausen 1914 

Joseph Wismath: Allerlei Erinnerungen (S. 1-122)

Hier der fünfte Band der Veröffentlichungen. Download hier. 

 

[6.] 30 Jahre Historischer Verein Schrobenhausen 1901-1931, [Veröffentlichungen des Historischen  Vereins für Schrobenhausen und Umgegend], Heft 6, Schrobenhausen 1931 

Ein Überblick über die Tätigkeit des Historischen Vereins.

 

[7.] Lebensbilder führender Vereinsmitglieder. Eine Sammlung von Nachrufen mit 11 Abbildungen, Schrobenhausen 1931 (= Heft 7 der Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Schrobenhausen und Umgegend), 52 S.

Nachrufe über Oberlandesgerichtsrat Ferdinand Zink / Realhauptschullehrer Theobald Waldeck / Bezirkshauptlehrer Ludwig Gröschl / Schreinermeister Joseph Wismath / Kommerzienrat Georg Leinfelder / Fabrikbesitzer Georg Greiner / Hofrat Georg Hitl / Kommerzienrat Franz Leinfelder / Altbürgermeister Alois Widmann / H. H. Geistl. Rat Michael Thalhofer.

Ein Teil der Nachrufe stammt wohl von Michael Thalhofer (so Reischl im Vorwort), der andere Teil von Reischl selbst. Genauere Hinweise auf die Urheberschaft gibt es nicht. Reischl ist auf jeden Fall Herausgeber. 

Das Digitalisat finden Sie hier

 

[8.] Hohenwarter Klosterchronik 1500-1700, Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Schrobenhausen und Umgegend, Heft 8, Schrobenhausen 1931, 47 S.

Zusammenstellung aus verschiedenen Handschriften und Quellen. Das Digitalisat finden Sie hier

 

[9.] Herzogsschloss und Fürstenbesuch in Schrobenhausen, Schrobenhausen 1932, Band 9 der Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Schrobenhausen und Umgebung)

Geschichte des Pflegschlosses bis ins 20. Jh. – Fürstenbesuche in Schrobenhausen – Zeughausprojekt 1597/98.

Hier ist der 9. Band der Veröffentlichungen. Download  hier.

 

 

[10.] Jahresbericht des Historischen Vereins Schrobenhausen 1932, Band 10 der Vereinsschriften, Schrobenhausen o.J.

Schriftleitung: [Georg August Reischl]. Es stammen laut Vorwort alle Beiträge von Reischl.

  • Kriegsvolk im Paar- und Ilmgau vor 300 Jahren 1632/1633 (S. 5-41)
    Rain – Stadt und Bezirk Schrobenhausen – Scheyern – Jetzendorf –Pöttmes – Aichach – Pfaffenhofen – Holledau
  • Zum 100. Geburtstag des Aresinger Tiermalers Johann B. Hofner (S. 42-59)
  • Aresinger Jugendjahre des Regensburger Bischofs und Schriftstellers Johann Michael von Sailer (S. 61-73)
  • Bodenfunde 1932 (S. 74- )
    Mammutzahn an der Weilach – Merowingerfriedhof Freinhausen – Feuersteinklinge bei Edelshausen
  • Meister Hanns, der Bildschnitzer von Schrobenhausen 1494-1520 (S. 77-81)
    Reischl vermutet, dass Meister Hanns identisch sein könnte mit Hans Leinberger
  • Oberwittelsbacher Erinnerungen 1832 (S. 82-85)
    Nationaldenkmal zu Oberwittelsbach
  • Lenbachs Bildniskunst (S. 86-92)
  • Das Skizzenbüchl des 16jährigen Franz Lenbach (S. 93-95)
  • Tätigkeitsbericht [des Historischen Vereins]1931IV – 1932. 32. Vereinsjahr (S. 97-99)

 

[11.] Historischer Verein Schrobenhausen. Jahresbericht 1933/35, Schrobenhausen o.J., Faltblatt 8 S.

Das Faltblatt des Historischen  Vereins finden Sie  hier.

 

[12.] Der Historische Verein Schrobenhausen im Lenbach-Festjahr 1936. 36. Jahresbericht, Schrobenhausen o.J., Faltblatt 8 S.

Laut Anmerkung Reischls in dieser kleinen Broschüre endet damit die Veröffentlichungsreihe des Historischen Vereins, die mit Band 1 im Jahr 1906 begonnen hatte. Insgesamt waren damit – unter leicht veränderten und auch unter fehlenden Reihentiteln – 10 Bände erschienen, dazu zwei Veröffentlichungen in Form eines Faltblatts.

Das Faltblatt des Historischen  Vereins finden Sie hier.

 

 

Einzelveröffentlichungen des Historischen Vereins

 

 

Schrobenhausen, seine Geschichte, Sehenswürdigkeiten und Umgebung, Schrobenhausen [1910] (Hueber’sche Buchhandlung)

Die 24-seitige Broschüre, herausgegeben vom Historischen Verein Schrobenhausen, wurde vom oben bereits genannten  Michael Thalhofer verfasst. Sie ist eine Mischung aus  Ortsgeschichte und Fremdenverkehrsprospekt, die potenziellen Besuchern die Stadt und die Umgebung Schrobenhausens schmackhaft machen will. Die Broschüre ist 1910 erschienen, das geht aus dem Protokollbuch des Historischen Vereins Schrobenhausen eindeutig hervor.

Die Broschüre von Michael Thalhofer finden Sie hier 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Georg Hitl’sche Medaillen. Ein Beitrag zur Wiederbelebung der deutschen Medaillenkunst, Schrobenhausen 1912, 11 S.

Es handelt sich hier um einen Privatdruck von Georg Hitl, Inhaber der Firma Poellath und langjähriger Vorstand des Historischen Vereins Schrobenhausen. Er stellt hier sein auch international gewürdigtes Projekt der Wiederbelebung der deutschen Medaillenkunst vor und kommentiert seine Sammlung, die im Museum des Historischen Vereins präsentiert wurde. Das Protokollbuch des Historischen  Vereins (Stadtarchiv Schrobenhausen, Sammlungen 5/33) berichtet: „Herr Vorstand Hitl verfaßte eine  Broschüre über seine kostbare Münzen- und Medaillensammlung, welche er kunstliebenden Besuchern gratis überreichen läßt.“

Das Digitalisat der Broschüre finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

Michael Thalhofer: Das Historische Museum in Schrobenhausen und seine Stifter, Schrobenhausen [1912]

Das Erscheinungsjahr geht hervor aus dem Protokollbuch des Historischen  Vereins (Stadtarchiv Schrobenhausen, Sammlungen 5/33), S. 50. 

 

Unser Digitalisat finden Sie hier. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Hoamatl. Heimatblätter für den Bezirk Schrobenhausen und Umgebung. Beilage zur Schrobenhausener Zeitung, Schrobenhausen 1923-1926

Schriftleiter: Georg August Reischl

Facsimile-Nachdruck durch den Historischen Verein Schrobenhausen 1984 (Buchdruckerei Rieder, Schrobenhausen)

Der Nachdruck der Bände 1927-1930 (mehr nicht erschienen) war angedacht, wurde aber nicht realisiert. Das Stadtarchiv Schrobenhausen besitzt alle Jahrgänge im Original. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Max Direktor (bearbeitet): Freiheiten und Privilegien der Stadt Schrobenhausen. Das Schrobenhausener Stadtrechtsbuch 1333-1803, Schrobenhausen 1991 (gedruckt als broschierte und fest gebundene Ausgabe)

Anlässlich seiner 90-Jahr-Feier war der Historische Verein auf der Suche nach einer Publikation, die maßgeblich zur wissenschaftlichen Erforschung der Schrobenhausener Geschichte beitragen sollte. Mein Vorschlag, das damals noch kaum bekannte Schrobenhausener Stadtrechtsbuch zu erschließen, fand großen Anklang. Bearbeitet wurde es von mir ehrenamtlich als Mitglied des Historischen Vereins. 

Wir haben das ganze Buch nun digitalisiert und damit das wichtigste Archivale des Schrobenhausener Stadtarchivs einer breiten, auch wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ich als Urheber erlaube hiermit die Nutzung im Sinne unserer Homepage: also für private, nicht jedoch für kommerzielle Zwecke.

Auch Prof. Dr. Dr. Reinhard Heydenreuter, einer der renommiertesten Rechtshistoriker Bayerns (siehe hier) , hat seine Zustimmung erteilt, seinen einleitenden Artikel, der das Schrobenhausener Rechtsbuch erklärt und in überregionale Zusammenhänge stellt, digital präsentieren zu dürfen. 

Wir werden das Stadtrechtsbuch auch in einem eigenen kleinen Artikel vorstellen – mit einigen wenigen Anmerkungen und Korrekturen. 

 

Das Digitalisat des Buches finden Sie hier.

 

 

 

Finanzielle Unterstützungen 

 

Bernhard Rödig / Barbara Rödig: Archäologische Beobachtungen und Funde im Verlauf der Stadtsanierung Schrobenhausens, Schrobenhausen 1988

(erschienen im Selbstverlag von Bernhard Rödig, der Historische Verein übernahm die Druckkosten)

 

Max Direktor (Hrsg.): Schrobenhausen im Mittelalter 800-1447. Mit Beiträgen von Wilhelm Liebhart, Theodor Straub und Bernhard Rödig, Schrobenhausen 1997

Das zur 550-Jahr-Feier der Stadt Schrobenhausen erschienene Buch sollte durch Fachbeiträge anerkannter Historiker wissenschaftlich verlässliche Informationen zur mittelalterlichen Geschichte Schrobenhausens liefern. Hauptherausgeber ist die Stadt Schrobenhausen. Auf dem Innentitel ist auch der Historische Verein genannt, der sich an der Vorfinanzierung beteiligte und einen Zuschuss durch den Landkreis vermittelte. 

 

 

Bibliographische Zusammenstellung und Digitalisierung: Max Direktor (als langjähriges Mitglied und Archivar des Historischen Vereins)




Das Schrobenhausener Schulhaus in der Lenbachstraße 22

Lenbachstraße 22 – das Gebäude der vhs Schrobenhausen, ein Gebäude, das im Lauf der Zeit unter vielen Bezeichnungen bekannt war: Wirtshaus zum Bräuhiesen, Schulhaus, Mädchenschulhaus, Knabenschulhaus, Landwirtschaftsschule, Oberrealschule und Heimatmuseum. Im ältesten Schrobenhausener Stadtplan aus dem Jahr 1812 heißt die heutige Lenbachstraße noch Poststraße, das Wirtshaus zum Bräuhiesen hat der Bräuhiesengasse (heute: Bräuhiasengasse)  schon ihren Namen gegeben.

Seit dem Jahr 1802 bestand in Bayern die allgemeine Schulpflicht, doch das alte Schulgebäude in der heutigen „Alten Schulgasse“ entsprach in keiner Weise mehr den Anforderungen. So beauftragte die Regierung des Oberdonaukreises den Stadtmagistrat im Jahr 1818, wegen der „beschränkten, feuchten und ungesunden Lage“ des alten Schulhauses nach geeigneteren Schulräumen Ausschau zu halten. Da kein geeignetes städtisches Gebäude zur Verfügung stand, musste ein Schulraum angemietet werden. Kurze Zeit trug man sich mit dem Gedanken, das Spitalgebäude umzubauen, doch war dieses Gebäude schon dem königlichen Rentamt versprochen worden, das schließlich – nach längerem Zögern – darauf drängte, es nach Bezahlung des Schätzpreises zu übergeben. In dieser Situation bot der Bierbräuer Anton Bitzl im Dezember 1821 sein Anwesen zum Bräuhiasen dem Stadtmagistrat zum Kauf an.

Bürgermeister Willibald Frisch verfasste einen kurzen Bericht an das Kollegium der Gemeindebevollmächtigten, das neben dem Magistrat Einfluss auf wichtige städtische Entscheidungen hatte:

„Da sich mehrere Liebhaber für dieses Haus – welches zu einem Schulhause ganz vorzüglich geeignet wäre – finden sollen, so beeilet man sich, die Bevollmächtigten von der Sache zu dem Ende zu unterrichten, damit sie sich erklären mögen, ob sie den Kauf dieses Hauses billigen oder nicht, um sofort die weitere Einleitungen treffen zu können.“

Die Sache wurde bevorzugt behandelt: Eine Besichtigung schon zwei Wochen später ergab, dass das Haus als Schule „vorzüglich geeignet“ sei. Stadtmagistrat und Gemeindebevollmächtigte stimmten dem Ankauf und Umbau zu: das Gebäude selbst kostete 1.375 Gulden, mit Umbaukosten sollte das neue Schulhaus insgesamt etwa 3.000 Gulden kosten. Franz Lenbach, der Vater des berühmten Malers, übernahm die Maurerarbeiten und zeichnete den Plan für den Umbau. Die Arbeiten nahmen raschen Fortschritt, bereits im Spätherbst 1822 wurde das neue Schulhaus erstmals bezogen, und im Jahr 1823 konnte es vollständig fertiggestellt werden.

Schulhaus Schrobenhausen

Fassade des Schulhauses nach den Plänen von Stadtmaurermeister Josef Lenbach (Stadtarchiv Schrobenhausen).

Die Umbaukosten waren wesentlich höher als erwartet, doch war man mit dem Werk sehr zufrieden. Der Lokalschulinspektor, Benefiziat Anton Ertlmair, war voll des Lobes:

„Das prächtige Schulhaus, das 1822 angekauft und hergestellt wurde, wovon die Kösten sich beyläufig auf 5100 fl. [=Gulden] beliefen, entspricht vollkommen der Erwartung eines jeden Schulfreundes. Die Zimmer der Lehrer und 4 helle geräumige Hörsäle, wovon 2 zum Elementar Unterrichte, 1 für eine Industrie Schule und 1 für einen allenfalsigen 3ten Lehrer bestimmt sind, erheben das Herz zu recht frohen Gefühlen und berechtigen zu dem schönen Wunsche, daß darin goldene Früchte der Weisheit und Tugend gedeihen.“

Die Stadt hatte nicht die gesamten Baukosten zu tragen: Sie erhielt Zuschüsse von der Regierung des Oberdonaukreises und vom Schrobenhausener Schulfonds, der sich unter anderem aus Vermächtnissen speiste, schließlich erlöste sie 673 Gulden aus dem Verkauf des alten, ausgedienten Schulhauses. Trotzdem war dieses neue Schulhaus eine stolze Leistung für eine Stadt, die im Jahr 1818 nur 1.649 Einwohner zählte, nach heutigem Maßstab eine Investition in Millionenhöhe.

Waren nun die Schüler gut untergebracht, so ließ die Errichtung der vom Lokalschulinspektor erwähnten „Industrieschule“ noch auf sich warten. Da aber im alten Rathaus Platzmangel herrschte, wurde im Jahr 1824 ein noch freies Zimmer des Schulhauses dem Stadtschreiber als Arbeitszimmer zugewiesen, „weil sich ein solches in keinem der übrigen Stadtgebäude vorfand“, wie der Schrobenhausener Magistrat der Regierung des Oberdonaukreises mitteilte, die eine Räumung der Kanzlei aus dem Schulhaus verlangte.

Doch inzwischen hatten auch die Pläne für eine „Industrieschule“ konkretere Formen angenommen. Industrieschulen waren die direkten Vorläufer der heutigen Berufsschule, die Schrobenhausener Schule gehörte zu den ersten Schulen dieser Art in Bayern, vielleicht auch deshalb, weil ein so weitsichtiger Fabrikant wie Karl Poellath „Schulrat“ war, eine Funktion, am ehesten vergleichbar mit dem heutigen Schulreferenten des Stadtrats. Die Industrieschule für Knaben hieß „Handwerker- und Zeichenschule“, die Industrieschule für Mädchen unterrichtete hauswirtschaftliche Gegenstände. Beide erhielten im Schulhaus ihre erste Unterkunft.

So großzügig Magistrat und Gemeindebevollmächtigte geplant hatten, die allgemeine Entwicklung konnten die beiden Gremien nicht vorhersehen. So verdreifache sich die Bevölkerung in Deutschland zwischen 1800 und 1950, die Industrialisierung brachte immer höhere Anforderungen an die Bildung und damit auch eine verlängerte Schulpflicht mit sich. Während der Bevölkerungsüberschuss aus den kleineren Gemeinden abwanderte – in Großstädte und industriell entwickelte Gebiete – stieg die Bevölkerung der Stadt Schrobenhausen prozentual etwa im selben Maße wie im Reichsdurchschnitt, ein Zeichen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadt.

Durch die Zunahme der Schüler und Klassen wurde zuerst die Industrieschule ausquartiert, sie bezog einen Raum im Rathaus. In den vierziger Jahren „entstand in Schrobenhausen das Bedürfnis“, wie es in einer Festschrift heißt, „Knaben und Mädchen zu trennen und die Erziehung der Mädchen Schulschwestern anzuvertrauen“. Nach anfänglich vergeblichen Anwerbeversuchen konnten Schwestern vom Englischen Institut aus Augsburg gewonnen werden. Im Jahr 1856 wurde also der Unterricht für Knaben und Mädchen getrennt, eine Trennung, die über ein Jahrhundert dauern sollte. So zog in unser Schulhaus an der Poststraße die Mädchenschule ein, die Schulschwestern erhielten darin Wohnräume. Die Knabenschule wurde einstweilen im Rathaus untergebracht.

Die Ordensschwestern konnten jedoch schon bald das Rentamtsgebäude – das ehemalige Spital – erwerben und gründeten dort eine eigene Niederlassung ihres Ordens. Es folgte der Ausbau der Gebäude, so dass die Mädchenschule nun in den Bereich der heutigen Mädchenrealschule verlegt werden konnte, die Knabenschule kehrte im Jahr 1865 in das Schulhaus an der Poststraße zurück und blieb dort viele Jahrzehnte.

Schrobenhausen altes Schulhaus

Diese historische Postkarte, die vermutlich nicht allzu lange nach 1900 entstand, zeigt das aufgestockte Schulhaus (Sammlung: Benno Bickel)

Mit der Zunahme der Schüler und Klassen wurde das ursprünglich so geräumige Schulhaus bald wieder zu eng. So ging man 1889 daran, das Gebäude um ein Stockwerk zu erhöhen: Es erhielt die heutige äußere Form. Die Baumaßnahmen wurden 1890 abgeschlossen, man konnte durch den Umbau drei zusätzliche Unterrichtsräume gewinnen. Doch auch diese Erweiterung reichte nicht lange aus: So wurden bereits im Jahr 1906 Unterrichtsräume in das Armenhaus (das heutige Verwaltungsgebäude Regensburger Str. 5) ausgelagert. Immer mehr Unterrichtsräume entstanden nun hier, so dass nach dem Ende des Ersten Weltkriegs die Knabenschule ganz ins Armenhaus verlegt wurde und 1921 die neu gegründete Landwirtschaftsschule ins ehemalige Knabenschulhaus einzog. Einzelne Räume wurden aber – bei Bedarf – immer wieder anderen Schrobenhausener Schulen überlassen, so der Knabenschule, der Berufsschule, später auch der 1938 gegründete Oberschule, das spätere Gymnasium. Unmittelbar nach Kriegsende waren amerikanische Soldaten im Schulgebäude einquartiert.

Schrobenhausen Armenhaus Knabenschule

Das städtische Armenhaus, später Knabenschule, heute Verwaltungsgebäude Regensburger Str. 5, in einer historischen Aufnahme (Sammlung Peter Pfitzner)

Mit der Gründung der Landwirtschaftsamts nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein Neubau für ein eigenes Amtsgebäude ins Auge gefasst, der auch die Landwirtschaftsschule aufnehmen sollte. Mit der Einweihung des Neubaus an der Ringstraße im Jahr 1951 erhielt die Landwirtschaftsschule eine neue Heimat, nun zog die Städtische Oberrealschule das Schulgebäude an der Lenbachstraße ein. Auch die Straßenbezeichnung hatte sich inzwischen geändert: In der NS-Zeit war die alte Poststraße in Hindenburgstraße umbenannt worden, nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt sie die heutige Bezeichnung Lenbachstraße.

Der Zustrom zur Schrobenhausener Oberrealschule war groß, zumal viele vergleichbare Nachbarstädte erst viel später eine höhere Schule erhielten. So kamen bis zur Hälfte der Schüler aus benachbarten Landkreisen, vor allem aus dem Landkreis Aichach. All das führte bald zu sehr unbefriedigenden Schulverhältnissen: Einzelne Klassen mussten ausgelagert werden, Schichtunterricht war über viele Jahre die Regel. Erst nach der Verstaatlichung der Schule im Jahr 1960 konnte mit einem Neubau begonnen werden, im Jahr 1961 bezog die Oberrealschule diesen Neubau an der Michael-Thalhofer-Straße.

Gymnasium Schrobenhausen

Der Neubau des Gymnasiums Schrobenhausen steht wenige Jahre nach der Eröffnung 1963 noch auf der „grünen Wiese“ (Foto: Benno Bickel)

Im nahtlosen Übergang erhielt die Schrobenhausener Verbandsberufsschule das Gebäude, das für diesen Zweck jedoch auf die Dauer zu klein war. Nach der Umwandlung der Schule in eine Kreisberufsschule wurde ein Neubau im neu entstehenden “Schulviertel“ an der Georg-Leinfelder-Straße hochgezogen, der im Herbst 1964 bezogen werden konnte.

Schon Anfang der sechziger Jahre hatten die Diskussionen begonnen, was mit dem Schrobenhausener Waaghaus und dem alten Rathaus geschehen sollte, deren baulicher Zustand äußerst schlecht waren. Als das Waaghaus im Jahr 1967 abgerissen wurde, musste das Heimatmuseum neu untergebracht werden, das sich seit 1943 im Erdgeschoß des Waaghauses befunden hatte. Es erhielt nun zwei große Räume im Obergeschoß unseres Schulhauses, wurde dort jedoch erst 1974 wieder eröffnet. Ein Kuriosum nebenbei: Schon bei der Eröffnung des Heimatmuseums wurde die Meinung geäußert, dass das Landratsamt, das frühere Pflegschloss, für das Museum wohl noch besser geeignet wäre und man diesen Standort nicht aus den Augen verlieren sollte.

Mit dem Abriss des alten Rathauses im Jahr 1968 wurde auch die Stadtbücherei heimatlos: Sie war in einem Raum des Rathauses untergebracht gewesen und erhielt nun einen Raum im Erdgeschoß des jetzigen vhs-Gebäudes. Mit dem gleichen Beschluß aus dem Jahr 1968 wurde auch der Schrobenhausener Volkshochschule dort ein Raum zugewiesen. Der Umzug der Geschäftsstelle der Volkshochschule erfolgte jedoch erst zwei Jahre später. Im Jahr 1970 nämlich gab der langjährige Geschäftsführer der vhs, Stadtamtmann Otto Kunz, seine Tätigkeit ab; die Geschäftsstelle hatte sich während seiner Amtszeit im Rathaus befunden. Bereits im Jahr 1974 gründete die Stadtbücherei eine Zweigstelle in der Hauptschule, im Jahr 1988 zog sie ganz in ihre nun erweiterten Räume in der Georg-Leinfelder-Straße.

Ende der achtziger Jahre nahm das Interesse an der Erwachsenenbildung und das Kursangebot der Schrobenhausener Volkshochschule explosionsartig zu. Das führte zu großer Raumnot, die Kursräume waren auf viele Gebäude verteilt, was enormen Organisationsaufwand erforderte und immer wieder zu Reibereien führte. Andererseits verdichteten sich die Pläne, das Heimatmuseum auszulagern und schließlich im alten Pflegschloss unterzubringen. So konnte die Schrobenhausener Volkshochschule bereits im Jahr 1987 den Antrag an die Stadt Schrobenhausen stellen, „die im Zuge der Verlegung des Heimatmuseums und der Bücherei freiwerdenden Räume für die Volkshochschule vorzusehen“.

Nach mehrjähriger Diskussionen traf der Schrobenhausener Stadtrat im Jahr 1990 den Grundsatzbeschluss, das Gebäude Lenbachstraße 22 zu sanieren und der Volkshochschule zur Verfügung zu stellen. Im Jahr 1991 wurden die Bestände des Heimatmuseums ausgelagert, im Jahr 1995 bezog die Volkshochschule gemietete Räume in der Volksbank, die grundlegende Sanierung fand in den Jahren 1997 und 1998 statt.

Schrobenhausen vhs-Haus Lenbachstraße 22

Das Gebäude als vhs-Haus im Zustand des Sommers 2014 (Foto: Benno Bickel)

Genau 175 Jahre sind vergangen, dass der Umbau aus einem Wirtshaus zur damals so hochgelobten Schrobenhausener Schule fertiggestellt wurde. Seither ist das Gebäude fast ausschließlich für – ganz unterschiedliche – Bildungszwecke verwendet worden. So spiegelt das jetzige Gebäude der Volkshochschule auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung dieser Zeit wider: Nämlich über die steigenden Bildungsanforderungen an Kinder und Jugendliche, an junge Berufstätige und schließlich heute an die Erwachsenen.


Anmerkung: Dieser Text, verfasst von Max Direktor, dem langjährigen Leiter des Stadtarchivs Schrobenhausen, war für eine Schrift zur Eröffnung des städtischen Gebäudes Lenbachstraße 22 nach erfolgter Sanierung als vhs-Haus am 13. November 1998 vorgesehen. Die Veröffentlichung fiel damals leider Sparmaßnahmen der Stadt Schrobenhausen zum Opfer. Wir geben hier den Text mit wenigen redaktionellen Anpassungen wieder.


 

 

 

 




Schrobenhausener Hausbesitzer im Jahre 1913

Faksimile-Auszug aus dem Verzeichnis Schrobenhausener Hausbesitzer

Ein kleines Heftchen im Oktav-Format, erschienen im „Druck und Verlag: F. Filsermayr Schrobenhausen“, zählt zu den kleinen Kostbarkeiten des Schrobenhausener Stadtarchivs, dessen Bedeutung auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt erkennbar ist. In gedrängter Form listet es die Namen der Schrobenhausener Hausbesitzer im Jahre 1913 auf: Der Name, gefolgt von der Hausnummer. Straßennamen gab es damals noch nicht, und die Anordnung der Hausnummern erscheint schwer nachvollziehbar, scheint sich aber annähernd spiralförmig zu entwickeln, ausgehend von der Altstadt in die äußeren Stadtbereiche.

So manche Schrobenhausener*innen werden bei der Lektüre, zu der wir hier anregen möchten, auch nach fast 110 Jahren den eigenen Familiennamen und den von Verwandten und Bekannten finden. Ist ein Name erst mal erkannt, lässt sich auch häufig darauf schließen, in welchem Teil der Stadt man gerade „unterwegs“ ist. Schön wäre natürlich eine Gegenüberstellung der Hausnummern und der heutigen Straßen, doch solch eine „Konkordanz“ lässt sich mangels Unterlagen nur bei markanteren Namen oder Gebäuden zusammenstellen. Sehr hilfreich ist jedoch ein Plan der Stadt Schrobenhausen aus dem Jahre 1884, in dem ein großer Teil der Hausnummern, die danals bereits existierten,  handschriftlich in roter Farbe eingetragen ist. Dieser Stadtplan ist auf der Website der Digitalen Bibliothek des  „Münchener DigitalisierungsZentrums“ zu finden.

Eine weitere Hürde ist, dass viele Menschen die alte Frakturschrift, in der die Namen gedruckt sind, nicht mehr so gut lesen können. Und gerade bei Eigennamen kann es schwer werden, beispielsweise das sogenannte „Binnen-s“ vom sehr ähnlichen „f“ zu unterscheiden. Wir haben daher die 483 Namen der Schrobenhausener Hausbesitzer von 1913 in einer kleinen Datenbank erfasst und alphabetisch sortiert. Das macht die Recherche ein wenig bequemer.

Das Büchlein umfasst übrigens auch alle Hausbesitzer im Altlandkreis, dem damaligen Bezirk Schrobenhausen, geordnet nach einen einzelnen Gemeinden (die nicht ganz alphabetische Reihenfolge entspricht der papiersparenden Anordnung im Verzeichnis):

Aresing, Alberzell, Adelshausen, Brunnen, Berg im Gau, Deimhausen, Diepoltshofen, Edelshausen, Freinhausen, Gerolsbach, Gachenbach, Grimolzhausen, Hörzhausen, Hohenried, Hirschenhausen, Hohenwart, Klosterberg, Klenau, Koppenbach, Lauterbach, Langenmosen, Malzhausen, Mühlried, Peutenhausen, Pobenhausen, Rettenbach, Steingriff,  Strobenried, Sandizell, Sattelberg, Singenbach, Seibersdorf, Volkersdorf, Wangen, Waidhofen, Weichenried, Weilach, Weilenbach.

Abschließed noch zwei Zahlen zum Vergleich: 1900 hatte Schrobenhausen 3.104 Einwohner, 1925 waren es 3.947 Personen. Die 483 Hausbesitzer von 1913 lassen übrigens nur annähernd auf die Gebäudezahl schließen. Eine ganze Reihe von Bürger*innen nannte mehrere Häuser ihr Eigen.

Das Hausbesitzerverzeichnis steht für private Nutzung zum Download bereit. Wir danken dem Rechteinhaber, dem Stadtarchiv Schrobenhausen.

Alphabetisches Verzeichnis der Schrobenhausener Hausbesitzer im Jahre 1913

Alle | # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Derzeit befinden sich 22 belegte Buchstaben in diesem Verzeichnis.
A

A - Hausbesitzer, deren Familienname mit A beginnt
Aman, O. 356 1/18
Amann, A. 399
Amperwerke 268 1/5
Anesser, A. 371 1/16
Assenbrunner, Joh. 37
Auer, Th. 110

B

B - Hausbesitzer, deren Familienname mit B beginnt
Bauer, Andr. 31
Bauer, Andr. 44/44 1/2
Bauer, K. 387 1/4
Baum, Jh. 298
Baum, X. 393
Baumgartner, Bened. 356 1/2 d
Baumgartner, P. 395
Baur, Joh. 165
Benefiz. St. Ant. U. Sebast. 199
Bengeser, Jos. 258
Benzinger, Bernh. sen. 76
Benzinger, Philomena 75
Benzinger, Th. 274 1/2
Bergmaier, Th. 278 1/3
Bergmeier, L. 212
Betzenhofer, Kandiṫ. 127
Birle, Josef 409/10
Bockmeier, Bernh. 274
Boniberger, Al. 93
Boniberger, Sigm. 85
Bork, A. 370 1/10
Braun, Jh. 359
Breiter, Mar. 223
Breiter, Wt. 30
Breitsameter, Jak. 378
Breitsameter, Mart. 232
Broßmann, Leonh. 86
Bruckbeck, P. 343
Brunschweiger, Gg. 200
Buchner, Jf. 292
Burg, Adam 134
Burg, Jos. 14
Burg, Karl 120
Burg, Otto 16
Burgauer, Otto 21
Burger, Pet. 136
Burkhart, Gertraud 94/95
Burkhart, Rud. 235
Burzler, Mart. 401 1/5

D

D - Hausbesitzer, deren Familienname mit D beginnt
Dafelmeier, F. X. 151
Dafelmeier, X. 162
Dallmayr, Ant. 237
Daniel, Fr. X. 24
Danner, M. 283
Demel, Aug. 126
Demel, Th. 113
Demmelmeier, A. 397 1/3
Demmelmeier, Magd. 366 1/6
Dering, A. 353 1/2
Dering, Otto 353
Dilser, Ant. 132 1/2
Dilser, Aug. 28
Distriktsgemeinde 349
Dolch, Lamp. 56
Dorner, Math. 401 1/7 a
Drexl, L. 388
Drexl, Leonh. 371 1/11
Dumps, Stef. 154

E

E - Hausbesitzer, deren Familienname mit E beginnt
Eberhard, Joh. 26
Ecker, Joh. 213, 214, 215
Eckl, Joh. 396 1/7
Eckl, M. 356 1/9
Eglauer, Barb. 354 1/2
Eiba, Georg 90/91
Eiba, Jak. 408
Ellwanger, Joh. 122
Engelhardt, Bernh. 356 1/6
Engelhardt, X. 272
Estermann, Heinr. 216
Euba, M. 400

F

F - Hausbesitzer, deren Familienname mit F beginnt
Feigl, Gg. 277 1/3
Felbermaier, W. 398 1/2
Felbermeier, Alb. 321
Felbermeier, Paul 246
Fiedler, J. 418 1/4
Filsermayer, Frz. 166
Fischer, F. E. 397
Fischer, Jak. 148
Fischhaber Theres 66 1/2
Flammensbeck, M. 353 1/3
Frank, A. 356 1/8
Freudl, Joh. 401 1/7 b
Freundl, Jos. 146
Freundl, M. 417 1/3
Freundl, Mich. 17
Friedl, Jh. 356 1/11
Frühbeis, Alex. 373, 373 1/2
Frühbeis, M. 384
Fürst, Friedr. 376
Furtmayr, X. 261

G

G - Hausbesitzer, deren Familienname mit G beginnt
Gall, Jos. 63
Gall, Kas. 191
Gall, M. 356 1/4
Gall, M. 417
Gärtner, L. 401 1/3
Gärtner, M. 401 1/2
Geiger, Jos. 7 1/2
Glaas, X. 356
Gloßner, Ferd. 356 1/2 b
Gollwitzer 401 1/6
Gonnetz, Jos. 271
Gottesackerstifung Kirche 375
Graf v. Sandizell 371 1/8
Granvogl, F. X. 272 1/2
Granvogl, F. X. 351 1/2
Greiner, Gg. 371 1/7
Grimm, Ant. 208/9
Grimm, Magd. 170
Groß, Joh. 234
Gruber, Frz. 257
Gschoßmann, Gg. 176
Gschrei, Jos. 365
Gundlfinger, Michl 77
Günthner, Ther. 382
Gunzner, Joach. 184/86
Gutmann, F. X. 371 1/5
Gutmann, Joh. 145
Gutmann, R. 356 1/5
Gutmann, X. 406

H

H - Hausbesitzer, deren Familienname mit H beginnt
Haas, A. M. 254
Haberl, Fr. 241
Hackl, Al. 371
Hackl. Andr. 152
Hahn, Aug. 68
Hahn, Pet. 233
Hailer, Joh. 225
Haindlmeier, Js. 327 1/2
Hamberger, Vikt. 346 1/2
Hanninger, M. 329
Hanninger, X. 287
Harlander, Js. 310
Hauf, K. 333
Heckl, Joh. 210b
Heckmeier, Mart. 156
Hefele, Karl 402 1/5
Heggenstaller, Jak. 11
Heilmaier, Jos. 403
Heimerl, J. 356 1/13
Heißler, Jak. 396
Herb, Christ. 197
Heufelder, B. 211
Heufelder, Bernh. 399 1/2
Heufelder, Jos. 62
Heufelder, Jos. 198
Hickl, Ludw. 15
Hilg, Jh. 301/02
Hilg, Jh. 330
Hiller, Anna 159
Hirschberger, Lorenz 32
Hitl, Gg. 210a
Höcht, F. 336/337
Höcht, Frz. 290
Höcht, Frz. 306 1/2, 306 1/3
Höckmeier, Jos. 242
Hofer, Hugo 6 a b / 7
Hofer, M. 356 1/2 a
Hofmann, Ad. 340/41
Hofner, Eh. 327
Hofner, Eh. 334
Hofner, Jh. 284
Höger, Al. 45
Hopf, M. 414/15
Hopf, Ursula 131
Hörman, Jos. 34
Huber, Joh. 65/66
Huber, Js. 370 1/14
Hubers Witwe 404
Hueber, M. 228
Hummel, Max 194

I

I- Hausbesitzer, deren Familienname mit I beginnt
Ilmberger, Theres 99
Institut d. Engl. Fräulein 39, 40/42
Institut d. Engl. Fräulein 51
Institut d. engl. Frl. 350
Institut d. engl. Frl. 352 1/2

J

J- Hausbesitzer, deren Familienname mit J beginnt
Jann, Ant. 268 1/2
Jedelhauser K. 366/366 1/2
Jedelhauser K. 418 1/3
Jocham, Mich. 370 1/4

K

K - Hausbesitzer, deren Familienname mit K beginnt
Kaltenegger, L. 356 1/16
Karmann, Ant. 185
Kastl, Gg. 55
Kastl, J. 303
Kastl, M. 354 1/4
Kauper, Gg. 387 1/2
Kienast, Jos. 327 1/3
Kienast, X. 372
Kirchenstift. 299
Kirchenstiftung 43
Kirchenstiftung 202/205
Klebel, Jos. 80
Kleppmeier, J. 293 1/4
Kluger, X. 259
Kneilling, Jf. 305
Kneißl, Jak. 105/109
Kneißl, Jak. 111
Knödler, Jak. 268 1/3 1/4
Kohlmüller, Jos. 361
Kölb, Bernh. sen. 74
Kölbl, Bernh. jun. 71
Koller, X. 204
König, Max 189
Kopold, M. 324
Koppold, Jos. 64
Kothmeier, Jak. 98
Kothmeier, Joh. 196
Kramer, Jos. 387 1/3
Kramer, Vikt. 81
Kraus, Andr. 277 1/2
Kraus, Ther. 265
Kreitmeier, M. 356 1/14
Krepper, Frz. 342
Kronthaler, X. 355 1/6
Kuchlers Erben 183
Kurz Sim. 5
Kurz, Jos. 8
Kurz, Pet. 157
Kurzhals, Frz. 365 1/2

L

L - Hausbesitzer, deren Familienname mit L beginnt
Lacher, Balth. 273 1/2
Lachner, Gg. 313
Lang, Jos. 364 1/2
Lang, Js. 346
Latzlsperger. Ed. 104
Lehenmeier, Josefa 20
Lehner, Vikt. 144
Leinfelder, F. 338/338 1/2
Leinfelder, F. 344/45
Leinfelder, Frz. 402 a
Leinfelder, Gg. 343 1/2, 343 1/3
Leinfelder, Gg. 402
Lenz, Fr. Sales 277
Lenz, Sales 101
Limmers Wtw. 289
Lindermeier, E. 356 1/17
Lindermeier, E. 357
Loderer, Jos. 240
Loderer, P. 401
Lutz, Ant. 315
Lutz, Frz. 306
Lutz, J. 398
Lutz, Rud. 238

M

M - Hausbesitzer, deren Familienname mit M beginnt
Maier 390
Maier, Ant. 12
Maier, Jos. 248
Maier, Max 396 1/6
Maier, Pet. 379
Maillinger, Jh. 312
Mangold, Louis 273 1/3
Märtl, Max 161
Maurer, Jos. 247
Mayer, J. 413
Mayr, Ant. 260
Mayr, Gg. 288
Meier, Jf. 300
Merthan, Lrz. 256
Mertl, N. 378 1/2
Meßner, Anna M. 129
Meßner, J. 412 1/4
Metzger, Jak. 169
Moser, L. 360
Moser, Xav. 82/83
Mühlbauer, Gg. 142
Mühlpointner, Gg. 252
Müller, Jak. 58
Müller, Karol. 22
Müller, Karol. 51 1/2
Müller, Karol. 53
Murr, Jh. 328
Mutzbauer, W. 418

N

N - Hausbesitzer, deren Familienname mit N beginnt
Natzer, Jos. 307 1/3, 307 1/4, 307 1/5, 307 1/6
Nerb, Ther. 370
Neugschwendner Joh. 143
Neumeier, Joh. 277 1/4
Nieser, K. 347

O

O - Hausbesitzer, deren Familienname mit O beginnt
Obermayer, Pet. 18
Obster, Adr. 292
Oetel, Hans 366 1/7
Ostermeier, Barth. 411 1/3
Ostermeier, Joh. 117
Oswald, Wenz. 251
Ott, Mart. 121
Ottilinger, J. Bapt. 407
Ottinger, Stefan 405

P

P - Hausbesitzer, deren Familienname mit P beginnt
Pfarrstift. 236
Plapperer, Adelheid 70
Plapperer, Mich. 141
Plapperer, Michl 149
Plapperer, Ther. 293 1/2
Pletschacher, Andr. 158
Plöckl, Mt. 279
Pöckl, Frzk. 365 1/3
Pöckl, Gg. 356 1/3
Pöckl, Gg. 396 1/4
Pöckl, Js. 311
Pöckl, M. 323
Polzmacher, A. 362
Popp, Andr. 140
Prücklmaier, Anton 395 1/3
Prücklmeier, A. 367 1/2
Prücklmeier, J. 367

R

R - Hausbesitzer, deren Familienname mit R beginnt
Rast, Konr. 160
Reisner, Jos. 276
Reißler Luk. 3/4
Rest, Maria 10
Rieger, Pet. 172
Rieser, Jos. 48
Rinauer, Xaver 103
Ritzer, Jos. 23 1/2
Roggesmüller, Juliana 52
Römer, Joh. 67
Rührmeier, J. 373 1/3
Rupp, Blas. 371 1/10
Ruppert, Gottl. 29
Ruppert, Gottl. 38

S

S - Hausbesitzer, deren Familienname mit S beginnt
Schäfer, Anna 153
Schäfer, Anna M. 35
Schäfer, Jos. 46/47
Schäfer, Jos. 402 1/3
Schäfer, Ludw. 57
Schäfer, Ludw. 78
Schäfer, Ludw. 402 1/2
Schäfer, Ludw. 402 1/4
Schäfer, Raim. 190
Schäfer, Zäz. 304
Schalk, Franziska 24 1/3
Schappelmeier, Marz. 250
Scheller, Jh. 280/81/81 1/2
Schellkopf, Jh. 316
Schellkopf, Jh. 331
Scheuchenpflug, At. 230/31
Schierlinger, Th. 416
Schießl, Joh. 222
Schilling, J. 368
Schilling, Math. 244
Schimmer, Mart. 412
Schindbeck, A. 173
Schlienz, Balth. 387
Schlinngmann, Gg. 293 1/3
Schlittenbauer, J. 320
Schmadl, Ant. 226
Schmaus, Ulrich 355
Schmederer, Jos. 218
Schmederer, Louis 371 1/6
Schmid, Eva 380
Schmid, Joh. 137
Schmid, Kresz. 318
Schneider, Jos. 309
Schneider, Kresz. 356 1/2 e
Schnell, Jos. 138
Schoderer, Andr. 370 1/9
Schoderer, E. 418 1/2
Scholter, Vikt. 9
Schönauer, At. 181
Schöpf, Joh. 27
Schöpf, Otto 84
Schottmayer, Al. 219/20
Schoyrer, Jos. 192
Schraid, Joh. 54
Schreier, Ant. 264
Schreier, Frzk. 291
Schreier, Jk. 293a
Schreier, Kaj. 356 1/2
Schreier, Mar. 307
Schreyers Witw. 282
Schrode, Thadd. 163
Schropp, Ant. 396 1/2
Schruf, Jak. 411
Schruf, Mag. 294
Schuhmacher, M. 360 1/2
Schulmayr, Matth. 193
Schüssel, Walburga 221
Schützeng. 419
Schwarz, Jos. 203
Schwarzbauer, D. 412 1/2
Schwegler, M. 339
Seebacher, Joh. Bapt. 112
Seefried, Anna 369
Seeger, X. 278
Seitz, W. 307 1/2
Selmeier, Oswald 102
Siegert, Albert 87/88
Sigl, Gg. 308
Sigl, Jf. 295/96
Sigl, Ther. 167
Simmet, Frz. 356 1/2 c
Sojer, Joh. 155
Sojer, Waldb. 174
Specht, Jak. 266
Spitaler, Gg. 147
Staat 23/60/351
Staat altes Rentamt 352
Staat Amtsgericht 351
Staat Bahnhofsgebd. Wasserhaus, Güterhalle 371 1/2, 371 1/3, 371 1/4
Staat Dienstwohngebd. 371 1/5 a
Staat Forstamtgb. 395 1/2
Staat neues Rentamt 352 1/4
Staat Wechselwärter 355 1/2
Staat. Bahnwärterhaus 346 1/3
Stadtgem. 346 1/4
Stadtgemeinde 217
Stadtgemeinde 59
Stadtgemeinde 312 1/2
Stadtgemeinde Armen- und Vorarbeiterhaus 394/394 1/2
Stadtgemeinde Leichenhaus 374
Stadtgemeinde Motorhalle 366 1/8
Stark, Jak. 89
Stegmeier, Mch. 278 1/2
Steinberger J. 377
Steinberger, Mart. 180
Steinberger, Rosalia 130
Steiner, Ant. 255
Steiner, Kajetan 383
Steingruben, Marq. 164
Stemmer, Joh. 132
Stemmer, Kresz. 370 1/3
Stemmer. Jak. 363
Stephan, S. 412 1/3
Stief, Jk. 285/86
Stiegler, J. 389
Stoll, Th. 325
Stoll, Th. 370 1/2
Stöppi, Josef 401 1/4
Straubinger, L. 224
Stüble, Wilh. 229
Stüble, Wilh. 352 1/3
Stümpfle, Gg. 273
Suppmeier, J. 348
Süßmaier, Ant. 150

T

T - Hausbesitzer, deren Familienname mit T beginnt
Thoma, Rosa 118
Thurmayr, Frz. 92
Triebenbacher, Jos. 175
Triebenbacher, Mich. 314
Turnh. 420
Tyroller, Jh. 381

U

U - Hausbesitzer, deren Familienname mit U beginnt
Umfahrer, P. 392
Umfahrer, Paul 96/97
Umfahrer, Paul j. 106/108
Unterberger, Eug. 187
Urowsky, Olga u. Anna 356 1/15

V

V - Hausbesitzer, deren Familienname mit V beginnt
Vogg, Matth. 227
Vogl, Js. 326
Völkl, M. 322

W

W - Hausbesitzer, deren Familienname mit W beginnt
Wagner, J. 399 1/3
Wagner, Jos. 391
Waisenhaus 201
Walbecks Erben 371 1/9
Walch, Kath.178
Walchs Erben 386
Waldbier, Al. 168
Webersche Geschw. 171
Weichard, Joh. Bapt. 128
Weindl, Nik. 364
Wellein, F. 356 1/12
Wenger, Andr. 297
Wenger, Jak. 385
Widemann, Mich. 262/63
Widmann, Ludw. 188
Widmann, M. 417 1/2
Wiedenhöfer, K. 356 1/10
Wiedmann, Jos. 277 1/5
Wieland, Melch 319
Wild, F. X. 25
Wildmoser, Walb. 133
Wimmer S. u. Bock, A. 107
Winkler, K. 358
Wintermayer, Matth. 179
Wintermayr, M. 317
Wismath, Jos. 61
Wismath, M. 332

Z

Z - Hausbesitzer, deren Familienname mit Z beginnt
Zederer, J. 397 1/2
Zeidler, Max 195
Zeislmeier, Jos. 243
Zellerer, Andr. 253
Zettl, Brigitta 135
Zierer, Max 73
Zimmermann Jos. 13
Zitzler, Gg. 119
Zweig v. d. Frauenv. 354




Historische Ansichten (2): „Schrobenhausen Mitte“

Diese Ansichtskarte einer so gut wie autofreien Schrobenhausener Altstadt mag in den frühen 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden sein. Im Mittelpunkt steht das südliche „Kopfgebäude“ der Zeil, das sogenannte „Schmadlhaus“.

Unter der Markise der beiden Schaufenster lesen wir den Schriftzug „Gubi“ und darunter „Lebensmittel“. Ältere Schrobenhauserinnen und Schrobenhausener werden sich an das für die örtlichem Verhältnisse moderne Geschäft noch gut erinnern. „Gubi“ – ein werbewirksames Kofferwort aus „gut“ und „billig“ – war ein Pionier der Lebensmittelketten und Vorgänger der heutigen Supermärkte. Gegründet wurde Gubi von dem Donauwörther Kaufmann Artur Proeller (1898-1983).  Die Schrobenhausener Filiale war zuletzt in die Obere Altstadt (Lenbachstr. 37) gezogen. Im Jahre 1997 wurde die Lebensmittelkette, die ein Jahr vorher einen Umsatz von 300 Millionen D-Mark erzielte, von Tengelmann „geschluckt“.   

Rechts im Bild sehen wir den zur „Legende“ gewordenen Gasthof „Bräumichl“ nebst Metzgerei; heute residiert dort die „Schrobenhausener Bank“. Errichtet worden war der Neubau von der früheren Raiffeisenbank Schrobenhausen.  (Text und Postkartensammlung; Benno Bickel) 




Historische Ansichten (1): Untere Altstadt

Fast unwillkürlich fällt beim Betrachten dieser Karte der Blick auf das Haus mit dem Stiefel an der Fassade. Dieses sinnige Geschäftsschild wählte Schuster Johann Bauer, als er 1902 Werkstatt und Laden eröffnete. Lange befand sich in dem zwischenzeitlich neu errichteten Gebäude (heute Lenbachstr. 15) ein Feinkostgeschäft, in jüngerer Zeit das Eiscafé Gondola, das auch schon wieder der Vergangenheit angehört. Linkersseits schließt die Marien-Apotheke an, rechts der Vorgängerbau des traditionsreichen Modehauses Boniberger, das 1934 dieses Gebäude bezog, 1972 einen Sichtbeton-Neubau an gleicher Stelle errichtete und 2019 schloß (Lenbachstr. 17). Blicken wir stadtauswärts, so sehen wir links der Marien-Apotheke, die bereits 1680 als Stadtapotheke erwähnt wird. Es folgen der mit der Stadrgeschichte seit dem frühen 17. Jahrhundert eng verknüpfte „Öfele-Bräu“ (heute Leerstand Lenbachstraße 11) und der einstige „Unterbräu“ (heute neu gebautes Geschäftshaus Lenbachstraße 9). Das ganz im Hintergund zu sehende,  in die Straße eingerückte Handelshaus von Baptist Weihard fiel 1963 der Spitzhacke zun Opfer. An seiner Stelle entstand das Kaufhaus Hörhammer (Lenbachstr. 1), seit über 20 Jahren Schrobenhausens „prominentester“ und wohl ungeliebtester Leerstand – ein städtebauliches Ärgernis. (Text und Postkartensammlung: Benno Bickel)