Schrobenhausen: Von der kleinen Stadt und ihrem großen Mann

Vor 35 Jahren: Kulturpolitische Betrachtungen aus dem Jahr 1987


Kultur in Schrobenhausen: Der nachfolgende, unverändert wiedergegebene Text entstand im Juli 1987 als durchaus subjektive Bestandsaufnahme des Schrobenhausener Kulturlebens und seiner Entwicklungsmöglichkeiten. Inklusive eines mehr oder weniger „prophetischen“ Blickes auf die damals künftige und heute zur Gegenwart gewordene Rezeption des Schrobenhausener Rathauses.


Vor allem sind es die Maler, die das kulturelle Selbstverständnis der Stadt Schrobenhausen prägen. Da ist natürlich an erster Stelle Franz von Lenbach, 1836 hier geboren und 1904 in München gestorben. Der einstmals weltberühmte Porträtist blieb bis heute der eine große Mann, den ein gnädiges Schicksal häufig auch den kleinen Städten schenkt, auf daß sie Halt an ihm finden, sich anlehnnen können auf der Suche nach Identität.

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Derlei Bedürfnis freilich kann höchst unterschiedlich befriedigt werden. Auch Franz von Lenbach blieb es nicht erspart, seinen Namen den eher profanen Dingen dieser Welt leihen zu müssen, vom Lenbach-Bock bis hin zum Lenbach-Schinken. Und das liebgewonnene Etikett „Lenbachstadt Schrobenhausen“ wird vielleicht ab und an etwas überstrapaziert. Daß das in aller Welt seiner komischen Seiten nicht entbehrende Verhältnis zwischen großem Mann und kleiner Stadt kein ehernes Naturgesetz zu sein braucht, bewies 1986 zum 150. Geburtstag des Malers eine Gedächtnisausstellung von solcher Qualität, daß sie den Feuilletonisten aller großen deutschen Zeitungen einer anerkennenden Rezension würdig schien. So hat sich Schrobenhausen um seinen „großen Sohn“ einmal wirklich verdient gemacht.

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Was nach Ansicht so mancher Leute nicht immer der Fall war. Denn justament das größte Vermächtnis Lenbachs, der prunkvolle, von ihm gestiftete und nach ihm benannte Saal im alten Rathaus fiel gemeinsam mit diesem im Jahre 1967 der Spitzhacke – oder realistischer gesprochen – den Abbruchbaggern zum Opfer. Seither ist es schwierig geworden, über Schrobenhausen zu schreiben. Soll man die Tat, 20 Jahre nach ihrer Vollführung, nun wie vielfach gewünscht endlich totschweigen? Oder soll man einstimmen in die mittlerweile schon fast modische Klage über den herben Verlust? Welch letzteres bei Besuchern der Stadt, in Wort und Bild entsprechend verbreitet, häufig eine gespannt-mitleidige Erwartungshaltung à la „Zeig mir deine Wunde!“ auslöst. Aber vielleicht gibt es da noch einen dritten Weg. Der könnte zu der dreisten Behauptung führen: In nicht allzu ferner Zeit wird die Kunstgeschichte das moderne Schrobenhausener Rathaus, so wie es dasteht, preisen als die einzige eigenständige und architektonisch ernstzunehmende Leistung Schrobenhausenes im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts! Mag diese Behauptung zu Zeiten der Hochkonjunktur eines neuen „Historismus“, in dessem Geiste die funktionslosen Erkerlein aus den Neubauten sprießen wie die kontaminierten Schwammerl im Walde, auch noch so ketzerisch anmuten! Wetten, daß die Zeit kommt …

Lenbachsaal im Alte Rathaus Schrobenhausen

Lenbachsaal im Alten Rathaus Schrobenhausen

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Und bis es soweit ist, muß man das alte Rathaus halt noch wie eine Reliquie beim Schrannenfest als Modell durch die Straßen fahren. Womit ein weiteres Stichwort gefallen ist. Der Schrobenhausener Verkehrsverein hat den Bürgern, die noch vor wenigen Jahren dem Zeitgeist huldigend muffig hinter ihren Fernsehern saßen, das Feiern wieder beigebracht. Zum Schrannenfest 15 000 Besucher an einem Sonntagnachmittag, wie erst vor wenigen Tagen wieder der Fall, zeigen, daß die Vereinzelung doch wieder der Pflege von Gemeinsamkeit weicht. Und das ist der Urgrund kulturellen Lebens.

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Zum Beispiel – um nur eines zu nennen – im Bereich der Musik: Seit Gründung der Städtischen Musikschule im Jahre 1973 wächst eine neue Generation von Kindern und Jugendlichen heran, für die Musik nicht mehr primär ein Konserven-Erlebnis, sondern aktive Gestaltungsleistung bedeutet. So ist zur erfreulichen Tradition gehobener geistlicher Musik ein Neubeginn auf dem „profanen Sektor“ hinzugekommen.

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Freilich, es gibt sie noch, jene vermeintlich Feinsinnigen, die mit ihrem Los hadern, daß ein ach so erbarmungsloses Schicksal sie nach Schrobenhausen verschlagen hat. (Warum, bitteschön, bleiben sie dann?) Die das rechte Verhältnis zu Produktionsbedingungen und Erlebnismöglichkeiten von Kultur in der Kleinstadt einfach nicht zu finden vermögen. Die ihrer gequälten Seele ausschließlich durch Kulturkonsum in den großen Metropolen Linderung verschaffen können. Oder – und da wird es dann schlimm – sich mit Sendungsbewußtsein anschicken, das Gesellschaftsstück „Jetzt spielen wir Kultur!“ zu inszenieren, ohne zu merken, wie es zur eigentlichen Provinzposse wird.

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Doch gerade auch aus solchen Spannungsfeldern heraus wird die Vitalität kleinstädtischer Kultur gespeist. Deren Chancen und Grenzen zu erkennen, ohne ständig an Türen zu drücken, auf denen „Ziehen!“ steht, macht in Schrobenhausen seit Jahren sichtbare Fortschritte.

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Wenn eingangs von Malern die Rede war: Besonders auswärtigen Beobachtern ist in letzter Zeit immer wieder aufgefallen, daß das kleine Schrobenhausen mehr Maler sein eigen nennt, als ihm der Statistik nach eigentlich zustünde. In der Tat erstaunt es, wenn in einem nur gut 15 000 Einwohner zählenden Städtchen bar vordergründiger landschaftlicher Attraktionen nicht weniger als sechs freischaffende Maler und Bildhauer sowie eine ganze Reihe weiterer Künstler leben und arbeiten. Mit Lenbach hat das übrigens gar nichts zu tun! Hier eine Pseudo-Kontinuität herbeizuzwingen, hieße Heimatgeschichtsschreibung als spießbürgerliche Selbstbeweihräucherung zu betreiben.

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Bleibt nur zu hoffen, daß man in Schrobenhausen mit derlei Talenten auch zu wuchern versteht. Denn die Mitglieder dieser „Künstlergemeinde“ sind mehrheitlich noch relativ jung. Sie entwickeln sich weiter. Und es wäre schade, wenn sie eines Tages feststellen müßten, daß die Mauern zu eng werden …

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Womit wir bei den Mauern wären: Die Stadtmauer, der Stadtwall mit seinen prächtigen Bäumen, die immer noch den außerordentlichen optischen Reiz des Schrobenhausener Ensembles bilden, sind in den letzten zehn Jahren mehr und mehr als das große Kapital erkannt worden, mit dem sorgsam umzugehen Früchte trägt. Und um dem „Außen hui – innen pfui“ einer immer autogerechter gewordenen Altstadt entgegenzuwirken, hat man nun Gottseidank mit einer Stadtsanierung begonnen, die noch beispielshaft werden könnte. Vorausgesetzt, die politischen Entscheidungsträger lassen sich vom Druck horizont- wie perspektiveloser Vertreter von Partikularinteressen nicht zur Gänze den Schneid abkaufen.

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So manches ist erreicht. So manches erhofft man sich zurecht. So manches ist aussichtslos. Alles in allem läßt sich damit ganz gut leben. Das klingt vielleicht verhalten-miesmacherisch zu Zeiten, wo Selbstdarstellungsorgien, mit denen man sich in die eigene Tasche zu lügen pflegt, die Regel geworden sind. es ist aber durchaus als Kompliment gemeint. Als Kompliment für ein Schrobenhausen, das manchmal weniger Provinz ist, als der provinzielle Geist seiner Kritiker zu begreifen vermag.




Schrobenhausener Hausbesitzer im Jahre 1913

Faksimile-Auszug aus dem Verzeichnis Schrobenhausener Hausbesitzer

Ein kleines Heftchen im Oktav-Format, erschienen im „Druck und Verlag: F. Filsermayr Schrobenhausen“, zählt zu den kleinen Kostbarkeiten des Schrobenhausener Stadtarchivs, dessen Bedeutung auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt erkennbar ist. In gedrängter Form listet es die Namen der Schrobenhausener Hausbesitzer im Jahre 1913 auf: Der Name, gefolgt von der Hausnummer. Straßennamen gab es damals noch nicht, und die Anordnung der Hausnummern erscheint schwer nachvollziehbar, scheint sich aber annähernd spiralförmig zu entwickeln, ausgehend von der Altstadt in die äußeren Stadtbereiche.

So manche Schrobenhausener*innen werden bei der Lektüre, zu der wir hier anregen möchten, auch nach fast 110 Jahren den eigenen Familiennamen und den von Verwandten und Bekannten finden. Ist ein Name erst mal erkannt, lässt sich auch häufig darauf schließen, in welchem Teil der Stadt man gerade „unterwegs“ ist. Schön wäre natürlich eine Gegenüberstellung der Hausnummern und der heutigen Straßen, doch solch eine „Konkordanz“ lässt sich mangels Unterlagen nur bei markanteren Namen oder Gebäuden zusammenstellen. Sehr hilfreich ist jedoch ein Plan der Stadt Schrobenhausen aus dem Jahre 1884, in dem ein großer Teil der Hausnummern, die danals bereits existierten,  handschriftlich in roter Farbe eingetragen ist. Dieser Stadtplan ist auf der Website der Digitalen Bibliothek des  „Münchener DigitalisierungsZentrums“ zu finden.

Eine weitere Hürde ist, dass viele Menschen die alte Frakturschrift, in der die Namen gedruckt sind, nicht mehr so gut lesen können. Und gerade bei Eigennamen kann es schwer werden, beispielsweise das sogenannte „Binnen-s“ vom sehr ähnlichen „f“ zu unterscheiden. Wir haben daher die 483 Namen der Schrobenhausener Hausbesitzer von 1913 in einer kleinen Datenbank erfasst und alphabetisch sortiert. Das macht die Recherche ein wenig bequemer.

Das Büchlein umfasst übrigens auch alle Hausbesitzer im Altlandkreis, dem damaligen Bezirk Schrobenhausen, geordnet nach einen einzelnen Gemeinden (die nicht ganz alphabetische Reihenfolge entspricht der papiersparenden Anordnung im Verzeichnis):

Aresing, Alberzell, Adelshausen, Brunnen, Berg im Gau, Deimhausen, Diepoltshofen, Edelshausen, Freinhausen, Gerolsbach, Gachenbach, Grimolzhausen, Hörzhausen, Hohenried, Hirschenhausen, Hohenwart, Klosterberg, Klenau, Koppenbach, Lauterbach, Langenmosen, Malzhausen, Mühlried, Peutenhausen, Pobenhausen, Rettenbach, Steingriff,  Strobenried, Sandizell, Sattelberg, Singenbach, Seibersdorf, Volkersdorf, Wangen, Waidhofen, Weichenried, Weilach, Weilenbach.

Abschließed noch zwei Zahlen zum Vergleich: 1900 hatte Schrobenhausen 3.104 Einwohner, 1925 waren es 3.947 Personen. Die 483 Hausbesitzer von 1913 lassen übrigens nur annähernd auf die Gebäudezahl schließen. Eine ganze Reihe von Bürger*innen nannte mehrere Häuser ihr Eigen.

Das Hausbesitzerverzeichnis steht für private Nutzung zum Download bereit. Wir danken dem Rechteinhaber, dem Stadtarchiv Schrobenhausen.

Alphabetisches Verzeichnis der Schrobenhausener Hausbesitzer im Jahre 1913

Alle | # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Derzeit befinden sich 22 belegte Buchstaben in diesem Verzeichnis.
A

A - Hausbesitzer, deren Familienname mit A beginnt
Aman, O. 356 1/18
Amann, A. 399
Amperwerke 268 1/5
Anesser, A. 371 1/16
Assenbrunner, Joh. 37
Auer, Th. 110

B

B - Hausbesitzer, deren Familienname mit B beginnt
Bauer, Andr. 31
Bauer, Andr. 44/44 1/2
Bauer, K. 387 1/4
Baum, Jh. 298
Baum, X. 393
Baumgartner, Bened. 356 1/2 d
Baumgartner, P. 395
Baur, Joh. 165
Benefiz. St. Ant. U. Sebast. 199
Bengeser, Jos. 258
Benzinger, Bernh. sen. 76
Benzinger, Philomena 75
Benzinger, Th. 274 1/2
Bergmaier, Th. 278 1/3
Bergmeier, L. 212
Betzenhofer, Kandiṫ. 127
Birle, Josef 409/10
Bockmeier, Bernh. 274
Boniberger, Al. 93
Boniberger, Sigm. 85
Bork, A. 370 1/10
Braun, Jh. 359
Breiter, Mar. 223
Breiter, Wt. 30
Breitsameter, Jak. 378
Breitsameter, Mart. 232
Broßmann, Leonh. 86
Bruckbeck, P. 343
Brunschweiger, Gg. 200
Buchner, Jf. 292
Burg, Adam 134
Burg, Jos. 14
Burg, Karl 120
Burg, Otto 16
Burgauer, Otto 21
Burger, Pet. 136
Burkhart, Gertraud 94/95
Burkhart, Rud. 235
Burzler, Mart. 401 1/5

D

D - Hausbesitzer, deren Familienname mit D beginnt
Dafelmeier, F. X. 151
Dafelmeier, X. 162
Dallmayr, Ant. 237
Daniel, Fr. X. 24
Danner, M. 283
Demel, Aug. 126
Demel, Th. 113
Demmelmeier, A. 397 1/3
Demmelmeier, Magd. 366 1/6
Dering, A. 353 1/2
Dering, Otto 353
Dilser, Ant. 132 1/2
Dilser, Aug. 28
Distriktsgemeinde 349
Dolch, Lamp. 56
Dorner, Math. 401 1/7 a
Drexl, L. 388
Drexl, Leonh. 371 1/11
Dumps, Stef. 154

E

E - Hausbesitzer, deren Familienname mit E beginnt
Eberhard, Joh. 26
Ecker, Joh. 213, 214, 215
Eckl, Joh. 396 1/7
Eckl, M. 356 1/9
Eglauer, Barb. 354 1/2
Eiba, Georg 90/91
Eiba, Jak. 408
Ellwanger, Joh. 122
Engelhardt, Bernh. 356 1/6
Engelhardt, X. 272
Estermann, Heinr. 216
Euba, M. 400

F

F - Hausbesitzer, deren Familienname mit F beginnt
Feigl, Gg. 277 1/3
Felbermaier, W. 398 1/2
Felbermeier, Alb. 321
Felbermeier, Paul 246
Fiedler, J. 418 1/4
Filsermayer, Frz. 166
Fischer, F. E. 397
Fischer, Jak. 148
Fischhaber Theres 66 1/2
Flammensbeck, M. 353 1/3
Frank, A. 356 1/8
Freudl, Joh. 401 1/7 b
Freundl, Jos. 146
Freundl, M. 417 1/3
Freundl, Mich. 17
Friedl, Jh. 356 1/11
Frühbeis, Alex. 373, 373 1/2
Frühbeis, M. 384
Fürst, Friedr. 376
Furtmayr, X. 261

G

G - Hausbesitzer, deren Familienname mit G beginnt
Gall, Jos. 63
Gall, Kas. 191
Gall, M. 356 1/4
Gall, M. 417
Gärtner, L. 401 1/3
Gärtner, M. 401 1/2
Geiger, Jos. 7 1/2
Glaas, X. 356
Gloßner, Ferd. 356 1/2 b
Gollwitzer 401 1/6
Gonnetz, Jos. 271
Gottesackerstifung Kirche 375
Graf v. Sandizell 371 1/8
Granvogl, F. X. 272 1/2
Granvogl, F. X. 351 1/2
Greiner, Gg. 371 1/7
Grimm, Ant. 208/9
Grimm, Magd. 170
Groß, Joh. 234
Gruber, Frz. 257
Gschoßmann, Gg. 176
Gschrei, Jos. 365
Gundlfinger, Michl 77
Günthner, Ther. 382
Gunzner, Joach. 184/86
Gutmann, F. X. 371 1/5
Gutmann, Joh. 145
Gutmann, R. 356 1/5
Gutmann, X. 406

H

H - Hausbesitzer, deren Familienname mit H beginnt
Haas, A. M. 254
Haberl, Fr. 241
Hackl, Al. 371
Hackl. Andr. 152
Hahn, Aug. 68
Hahn, Pet. 233
Hailer, Joh. 225
Haindlmeier, Js. 327 1/2
Hamberger, Vikt. 346 1/2
Hanninger, M. 329
Hanninger, X. 287
Harlander, Js. 310
Hauf, K. 333
Heckl, Joh. 210b
Heckmeier, Mart. 156
Hefele, Karl 402 1/5
Heggenstaller, Jak. 11
Heilmaier, Jos. 403
Heimerl, J. 356 1/13
Heißler, Jak. 396
Herb, Christ. 197
Heufelder, B. 211
Heufelder, Bernh. 399 1/2
Heufelder, Jos. 62
Heufelder, Jos. 198
Hickl, Ludw. 15
Hilg, Jh. 301/02
Hilg, Jh. 330
Hiller, Anna 159
Hirschberger, Lorenz 32
Hitl, Gg. 210a
Höcht, F. 336/337
Höcht, Frz. 290
Höcht, Frz. 306 1/2, 306 1/3
Höckmeier, Jos. 242
Hofer, Hugo 6 a b / 7
Hofer, M. 356 1/2 a
Hofmann, Ad. 340/41
Hofner, Eh. 327
Hofner, Eh. 334
Hofner, Jh. 284
Höger, Al. 45
Hopf, M. 414/15
Hopf, Ursula 131
Hörman, Jos. 34
Huber, Joh. 65/66
Huber, Js. 370 1/14
Hubers Witwe 404
Hueber, M. 228
Hummel, Max 194

I

I- Hausbesitzer, deren Familienname mit I beginnt
Ilmberger, Theres 99
Institut d. Engl. Fräulein 39, 40/42
Institut d. Engl. Fräulein 51
Institut d. engl. Frl. 350
Institut d. engl. Frl. 352 1/2

J

J- Hausbesitzer, deren Familienname mit J beginnt
Jann, Ant. 268 1/2
Jedelhauser K. 366/366 1/2
Jedelhauser K. 418 1/3
Jocham, Mich. 370 1/4

K

K - Hausbesitzer, deren Familienname mit K beginnt
Kaltenegger, L. 356 1/16
Karmann, Ant. 185
Kastl, Gg. 55
Kastl, J. 303
Kastl, M. 354 1/4
Kauper, Gg. 387 1/2
Kienast, Jos. 327 1/3
Kienast, X. 372
Kirchenstift. 299
Kirchenstiftung 43
Kirchenstiftung 202/205
Klebel, Jos. 80
Kleppmeier, J. 293 1/4
Kluger, X. 259
Kneilling, Jf. 305
Kneißl, Jak. 105/109
Kneißl, Jak. 111
Knödler, Jak. 268 1/3 1/4
Kohlmüller, Jos. 361
Kölb, Bernh. sen. 74
Kölbl, Bernh. jun. 71
Koller, X. 204
König, Max 189
Kopold, M. 324
Koppold, Jos. 64
Kothmeier, Jak. 98
Kothmeier, Joh. 196
Kramer, Jos. 387 1/3
Kramer, Vikt. 81
Kraus, Andr. 277 1/2
Kraus, Ther. 265
Kreitmeier, M. 356 1/14
Krepper, Frz. 342
Kronthaler, X. 355 1/6
Kuchlers Erben 183
Kurz Sim. 5
Kurz, Jos. 8
Kurz, Pet. 157
Kurzhals, Frz. 365 1/2

L

L - Hausbesitzer, deren Familienname mit L beginnt
Lacher, Balth. 273 1/2
Lachner, Gg. 313
Lang, Jos. 364 1/2
Lang, Js. 346
Latzlsperger. Ed. 104
Lehenmeier, Josefa 20
Lehner, Vikt. 144
Leinfelder, F. 338/338 1/2
Leinfelder, F. 344/45
Leinfelder, Frz. 402 a
Leinfelder, Gg. 343 1/2, 343 1/3
Leinfelder, Gg. 402
Lenz, Fr. Sales 277
Lenz, Sales 101
Limmers Wtw. 289
Lindermeier, E. 356 1/17
Lindermeier, E. 357
Loderer, Jos. 240
Loderer, P. 401
Lutz, Ant. 315
Lutz, Frz. 306
Lutz, J. 398
Lutz, Rud. 238

M

M - Hausbesitzer, deren Familienname mit M beginnt
Maier 390
Maier, Ant. 12
Maier, Jos. 248
Maier, Max 396 1/6
Maier, Pet. 379
Maillinger, Jh. 312
Mangold, Louis 273 1/3
Märtl, Max 161
Maurer, Jos. 247
Mayer, J. 413
Mayr, Ant. 260
Mayr, Gg. 288
Meier, Jf. 300
Merthan, Lrz. 256
Mertl, N. 378 1/2
Meßner, Anna M. 129
Meßner, J. 412 1/4
Metzger, Jak. 169
Moser, L. 360
Moser, Xav. 82/83
Mühlbauer, Gg. 142
Mühlpointner, Gg. 252
Müller, Jak. 58
Müller, Karol. 22
Müller, Karol. 51 1/2
Müller, Karol. 53
Murr, Jh. 328
Mutzbauer, W. 418

N

N - Hausbesitzer, deren Familienname mit N beginnt
Natzer, Jos. 307 1/3, 307 1/4, 307 1/5, 307 1/6
Nerb, Ther. 370
Neugschwendner Joh. 143
Neumeier, Joh. 277 1/4
Nieser, K. 347

O

O - Hausbesitzer, deren Familienname mit O beginnt
Obermayer, Pet. 18
Obster, Adr. 292
Oetel, Hans 366 1/7
Ostermeier, Barth. 411 1/3
Ostermeier, Joh. 117
Oswald, Wenz. 251
Ott, Mart. 121
Ottilinger, J. Bapt. 407
Ottinger, Stefan 405

P

P - Hausbesitzer, deren Familienname mit P beginnt
Pfarrstift. 236
Plapperer, Adelheid 70
Plapperer, Mich. 141
Plapperer, Michl 149
Plapperer, Ther. 293 1/2
Pletschacher, Andr. 158
Plöckl, Mt. 279
Pöckl, Frzk. 365 1/3
Pöckl, Gg. 356 1/3
Pöckl, Gg. 396 1/4
Pöckl, Js. 311
Pöckl, M. 323
Polzmacher, A. 362
Popp, Andr. 140
Prücklmaier, Anton 395 1/3
Prücklmeier, A. 367 1/2
Prücklmeier, J. 367

R

R - Hausbesitzer, deren Familienname mit R beginnt
Rast, Konr. 160
Reisner, Jos. 276
Reißler Luk. 3/4
Rest, Maria 10
Rieger, Pet. 172
Rieser, Jos. 48
Rinauer, Xaver 103
Ritzer, Jos. 23 1/2
Roggesmüller, Juliana 52
Römer, Joh. 67
Rührmeier, J. 373 1/3
Rupp, Blas. 371 1/10
Ruppert, Gottl. 29
Ruppert, Gottl. 38

S

S - Hausbesitzer, deren Familienname mit S beginnt
Schäfer, Anna 153
Schäfer, Anna M. 35
Schäfer, Jos. 46/47
Schäfer, Jos. 402 1/3
Schäfer, Ludw. 57
Schäfer, Ludw. 78
Schäfer, Ludw. 402 1/2
Schäfer, Ludw. 402 1/4
Schäfer, Raim. 190
Schäfer, Zäz. 304
Schalk, Franziska 24 1/3
Schappelmeier, Marz. 250
Scheller, Jh. 280/81/81 1/2
Schellkopf, Jh. 316
Schellkopf, Jh. 331
Scheuchenpflug, At. 230/31
Schierlinger, Th. 416
Schießl, Joh. 222
Schilling, J. 368
Schilling, Math. 244
Schimmer, Mart. 412
Schindbeck, A. 173
Schlienz, Balth. 387
Schlinngmann, Gg. 293 1/3
Schlittenbauer, J. 320
Schmadl, Ant. 226
Schmaus, Ulrich 355
Schmederer, Jos. 218
Schmederer, Louis 371 1/6
Schmid, Eva 380
Schmid, Joh. 137
Schmid, Kresz. 318
Schneider, Jos. 309
Schneider, Kresz. 356 1/2 e
Schnell, Jos. 138
Schoderer, Andr. 370 1/9
Schoderer, E. 418 1/2
Scholter, Vikt. 9
Schönauer, At. 181
Schöpf, Joh. 27
Schöpf, Otto 84
Schottmayer, Al. 219/20
Schoyrer, Jos. 192
Schraid, Joh. 54
Schreier, Ant. 264
Schreier, Frzk. 291
Schreier, Jk. 293a
Schreier, Kaj. 356 1/2
Schreier, Mar. 307
Schreyers Witw. 282
Schrode, Thadd. 163
Schropp, Ant. 396 1/2
Schruf, Jak. 411
Schruf, Mag. 294
Schuhmacher, M. 360 1/2
Schulmayr, Matth. 193
Schüssel, Walburga 221
Schützeng. 419
Schwarz, Jos. 203
Schwarzbauer, D. 412 1/2
Schwegler, M. 339
Seebacher, Joh. Bapt. 112
Seefried, Anna 369
Seeger, X. 278
Seitz, W. 307 1/2
Selmeier, Oswald 102
Siegert, Albert 87/88
Sigl, Gg. 308
Sigl, Jf. 295/96
Sigl, Ther. 167
Simmet, Frz. 356 1/2 c
Sojer, Joh. 155
Sojer, Waldb. 174
Specht, Jak. 266
Spitaler, Gg. 147
Staat 23/60/351
Staat altes Rentamt 352
Staat Amtsgericht 351
Staat Bahnhofsgebd. Wasserhaus, Güterhalle 371 1/2, 371 1/3, 371 1/4
Staat Dienstwohngebd. 371 1/5 a
Staat Forstamtgb. 395 1/2
Staat neues Rentamt 352 1/4
Staat Wechselwärter 355 1/2
Staat. Bahnwärterhaus 346 1/3
Stadtgem. 346 1/4
Stadtgemeinde 217
Stadtgemeinde 59
Stadtgemeinde 312 1/2
Stadtgemeinde Armen- und Vorarbeiterhaus 394/394 1/2
Stadtgemeinde Leichenhaus 374
Stadtgemeinde Motorhalle 366 1/8
Stark, Jak. 89
Stegmeier, Mch. 278 1/2
Steinberger J. 377
Steinberger, Mart. 180
Steinberger, Rosalia 130
Steiner, Ant. 255
Steiner, Kajetan 383
Steingruben, Marq. 164
Stemmer, Joh. 132
Stemmer, Kresz. 370 1/3
Stemmer. Jak. 363
Stephan, S. 412 1/3
Stief, Jk. 285/86
Stiegler, J. 389
Stoll, Th. 325
Stoll, Th. 370 1/2
Stöppi, Josef 401 1/4
Straubinger, L. 224
Stüble, Wilh. 229
Stüble, Wilh. 352 1/3
Stümpfle, Gg. 273
Suppmeier, J. 348
Süßmaier, Ant. 150

T

T - Hausbesitzer, deren Familienname mit T beginnt
Thoma, Rosa 118
Thurmayr, Frz. 92
Triebenbacher, Jos. 175
Triebenbacher, Mich. 314
Turnh. 420
Tyroller, Jh. 381

U

U - Hausbesitzer, deren Familienname mit U beginnt
Umfahrer, P. 392
Umfahrer, Paul 96/97
Umfahrer, Paul j. 106/108
Unterberger, Eug. 187
Urowsky, Olga u. Anna 356 1/15

V

V - Hausbesitzer, deren Familienname mit V beginnt
Vogg, Matth. 227
Vogl, Js. 326
Völkl, M. 322

W

W - Hausbesitzer, deren Familienname mit W beginnt
Wagner, J. 399 1/3
Wagner, Jos. 391
Waisenhaus 201
Walbecks Erben 371 1/9
Walch, Kath.178
Walchs Erben 386
Waldbier, Al. 168
Webersche Geschw. 171
Weichard, Joh. Bapt. 128
Weindl, Nik. 364
Wellein, F. 356 1/12
Wenger, Andr. 297
Wenger, Jak. 385
Widemann, Mich. 262/63
Widmann, Ludw. 188
Widmann, M. 417 1/2
Wiedenhöfer, K. 356 1/10
Wiedmann, Jos. 277 1/5
Wieland, Melch 319
Wild, F. X. 25
Wildmoser, Walb. 133
Wimmer S. u. Bock, A. 107
Winkler, K. 358
Wintermayer, Matth. 179
Wintermayr, M. 317
Wismath, Jos. 61
Wismath, M. 332

Z

Z - Hausbesitzer, deren Familienname mit Z beginnt
Zederer, J. 397 1/2
Zeidler, Max 195
Zeislmeier, Jos. 243
Zellerer, Andr. 253
Zettl, Brigitta 135
Zierer, Max 73
Zimmermann Jos. 13
Zitzler, Gg. 119
Zweig v. d. Frauenv. 354




Historische Ansichten (2): „Schrobenhausen Mitte“

Diese Ansichtskarte einer so gut wie autofreien Schrobenhausener Altstadt mag in den frühen 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden sein. Im Mittelpunkt steht das südliche „Kopfgebäude“ der Zeil, das sogenannte „Schmadlhaus“.

Unter der Markise der beiden Schaufenster lesen wir den Schriftzug „Gubi“ und darunter „Lebensmittel“. Ältere Schrobenhauserinnen und Schrobenhausener werden sich an das für die örtlichem Verhältnisse moderne Geschäft noch gut erinnern. „Gubi“ – ein werbewirksames Kofferwort aus „gut“ und „billig“ – war ein Pionier der Lebensmittelketten und Vorgänger der heutigen Supermärkte. Gegründet wurde Gubi von dem Donauwörther Kaufmann Artur Proeller (1898-1983).  Die Schrobenhausener Filiale war zuletzt in die Obere Altstadt (Lenbachstr. 37) gezogen. Im Jahre 1997 wurde die Lebensmittelkette, die ein Jahr vorher einen Umsatz von 300 Millionen D-Mark erzielte, von Tengelmann „geschluckt“.   

Rechts im Bild sehen wir den zur „Legende“ gewordenen Gasthof „Bräumichl“ nebst Metzgerei; heute residiert dort die „Schrobenhausener Bank“. Errichtet worden war der Neubau von der früheren Raiffeisenbank Schrobenhausen.  (Text und Postkartensammlung; Benno Bickel) 




Historische Ansichten (1): Untere Altstadt

Fast unwillkürlich fällt beim Betrachten dieser Karte der Blick auf das Haus mit dem Stiefel an der Fassade. Dieses sinnige Geschäftsschild wählte Schuster Johann Bauer, als er 1902 Werkstatt und Laden eröffnete. Lange befand sich in dem zwischenzeitlich neu errichteten Gebäude (heute Lenbachstr. 15) ein Feinkostgeschäft, in jüngerer Zeit das Eiscafé Gondola, das auch schon wieder der Vergangenheit angehört. Linkersseits schließt die Marien-Apotheke an, rechts der Vorgängerbau des traditionsreichen Modehauses Boniberger, das 1934 dieses Gebäude bezog, 1972 einen Sichtbeton-Neubau an gleicher Stelle errichtete und 2019 schloß (Lenbachstr. 17). Blicken wir stadtauswärts, so sehen wir links der Marien-Apotheke, die bereits 1680 als Stadtapotheke erwähnt wird. Es folgen der mit der Stadrgeschichte seit dem frühen 17. Jahrhundert eng verknüpfte „Öfele-Bräu“ (heute Leerstand Lenbachstraße 11) und der einstige „Unterbräu“ (heute neu gebautes Geschäftshaus Lenbachstraße 9). Das ganz im Hintergund zu sehende,  in die Straße eingerückte Handelshaus von Baptist Weihard fiel 1963 der Spitzhacke zun Opfer. An seiner Stelle entstand das Kaufhaus Hörhammer (Lenbachstr. 1), seit über 20 Jahren Schrobenhausens „prominentester“ und wohl ungeliebtester Leerstand – ein städtebauliches Ärgernis. (Text und Postkartensammlung: Benno Bickel)